Warum das Lauftraining unverzichtbar ist
Auf dem Platz entscheidet jede Millisekunde. Ein schneller Sprint zum Netz, ein kurzer Cutback nach dem Aufschlag – das sind keine Luxusbewegungen, sie sind das Rückgrat jedes Match‑Points. Hier kommt das Laufen ins Spiel: Es macht die Muskeln bereit, die Lungen stark und den Geist fokussiert. Kurz gesagt, ohne gezieltes Lauftraining ist die Kondition eines Spielers so lückenhaft wie ein Netz, das nicht gespannt ist. Und das merkt jede Gegnerin sofort.
Was das Laufprogramm beinhalten sollte
Erst: Grundlagenausdauer. 30 km pro Woche? Zu viel, zu wenig – das Ziel ist ein gleichmäßiges Tempo, das die Fettverbrennung anregt und die Herzfrequenz im aeroben Bereich hält. Zweitens: Intervalltraining, das den anaeroben Schwellenwert pushen lässt. Drittens: Schnelligkeitsdrills, die das Sprintpotenzial aktivieren. Alles in Kombination, alles ohne monotone Wiederholungen, sonst wird das Ganze schnell langweilig.
Intervall vs. Dauerlauf
Intervall ist das Sprengstoffpaket. 400 m Sprint, 200 m Trab, wiederholen bis zur Erschöpfung. Dauerlauf ist die Zuglast, die den Motor warm hält. Beide sind nötig, weil Tennis keine reine Ausdauer‑ oder Sprint‑Disziplin ist, sondern ein Mix, der beides erfordert. Wer nur einen Aspekt trainiert, verliert das Gleichgewicht – das Ergebnis: Ausbrennen bei langen Spielen.
Technik und Fußarbeit
Beim Laufen darf die Technik nicht vernachlässigt werden. Ein zu breiter Auftritt schlingt die Wade, ein zu kurzer Schritt kostet Zeit. Achte auf eine leichte Vorfußlandung, ein leichtes Vorlehnen, und schon spürst du, wie die Energie effizienter über den Körper rollt. Fußarbeit aus dem Lauftraining lässt sich direkt auf das Platz‑Gerüst übertragen – die Seitwärtsbewegung wird flüssiger, die Richtungswechsel schärfer.
Praxis‑Tipp für die nächste Trainingseinheit
Hier ist die Sache: Starte dein Warm‑Up mit 8 x 100 m lockeren Läufen, jedes Mal ein kleines Stück schneller. Dann sofort 5 × 200 m mit maximaler Sprintgeschwindigkeit, dazwischen 90 % Erholung. Abschließend 15 Minuten lockerer Dauerlauf, um das Herz zu beruhigen. Und das Beste: Nimm das Ganze mit einem Partner, der das Tempo kontrolliert, damit du dich nicht verausgabst, sondern konzentriert bleibst. Auf diese Weise verbesserst du deine Explosivität, deine Erholungsfähigkeit und deine mentale Härte – alles Schlüsselgrößen für das Tennis‑Game. Und das war’s. Jetzt geh raus, schnür die Laufschuhe und mach die ersten Meter.
Mehr zu Trainingsplänen findest du auf tennisdamen.com.
Viel Erfolg beim Laufen!
